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Transoesophageale Echokardiographie (TEE): Grundlagen

Medizinisches Tutorial zur TEE: Technik, Standardschnitte, Indikationen und klinische Anwendung für Medizinstudenten in Kardiologie und Anästhesie.

#kardiologie#echokardiographie#tee#medizinerausbildung#ultraschall#herzdiagnostik#intensivmedizin
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Medizinische Fakultät

Transoesophageale Echokardiographie (TEE)

Grundlagen, Technik und klinische Anwendung

Für Medizinstudenten | Kardiologie & Anästhesiologie

Information Wintersemester 2024/25
TEE Medical Illustration
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Agenda

Übersicht

Information Transoesophageale Echokardiographie (TEE)
1
Was ist TEE? – Grundprinzip
2
TEE vs. TTE – Vergleich
3
Anatomische Grundlagen
4
Vorbereitung & Technik
5
Standardschnitte
6
Indikationen
7
Kontraindikationen
8
Komplikationen & Sicherheit
9
Klinische Anwendungsbeispiele
10
Neue Entwicklungen & Ausblick
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Grundprinzip

Was ist TEE?

Eine invasive Ultraschalluntersuchung des Herzens, bei der ein Schallkopf über Mund und Speiseröhre bis nahe ans Herz vorgeführt wird.

5–8 MHz Ultraschall
Minimalinvasiv
Hochauflösende Bilder
TEE Medical Illustration
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TEE vs. TTE – Vergleich

Vergleichskriterium
TTE – Transthorakal
TEE – Transoesophageal
Zugang
Thorax (Rippen, Lunge)
Speiseröhre (direkt)
Auflösung
Standard
Höher (5–8 MHz)
Invasivität
Nicht-invasiv
Minimal-invasiv
Sedierung
Nicht erforderlich
Erforderlich
Schallbarkeit
Limitiert bei Adipositas/Beatmung
Unabhängig von Körperbau
Indikation
Erste Wahl
Ergänzend / spezifisch
Besondere Strukturen
Eingeschränkt
LAA, Aorta, Klappenprothesen
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Anatomie

Anatomische Grundlagen

Speiseröhre liegt direkt hinter dem linken Vorhof
Enge anatomische Nachbarschaft zu Herzstrukturen
Drei Sondenebenen: Ösophageal, Transgastral, Tief-transgastral
Standardpositionen: 25–45 cm (mittl.-ösophageal), 45–50 cm (transgastral)
Anatomy
Mund
Sonde
Herz
Rachen
Speiseröhre
Linker Vorhof
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SCHRITT-FÜR-SCHRITT ABLAUF
Vorbereitung & Technik
1
Vorbereitung
• Nüchternheit ≥ 4–6 h
• Schriftliche Aufklärung
• i.v. Zugang legen
• EKG, SpO2, RR-Monitoring
2
Medikation
• Lokale Rachenanästhesie (Lidocain-Spray)
• Sedierung: Midazolam und/oder Propofol
• O2-Gabe via Nasenbrille
3
Sondeneinführung
• Linksseitenlage des Patienten
• Mundschutz einsetzen
• Sonde unter Sicht ~50 cm vorschieben
• Transgastral: ~45–50 cm
4
Untersuchung & Nachsorge
• Systematische Standardschnitte
• Dauer: 15–30 Minuten
• Nachsorge: 30–60 min Beobachtung
• Sondendesinfektion nach SOP
⚠️ Kontraindikationen vor jeder Untersuchung ausschließen!
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Standardschnitte der TEE

Mittlösophageal (ME)

4-Kammer-Blick
2-Kammer-Blick
90°
Langer Achsenschnitt LAX
120–130°
Bikavaler Blick
100°
Aortenklappenblick
30–60°

Transgastral (TG)

Kurze Achse (SAX)
Langer Achsenschnitt
90–120°
TEE Probe Diagram
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Indikationen

Wann wird eine TEE durchgeführt?

1

Endokarditis

Vegetationen, Abszesse, Fisteln; höhere Sensitivität als TTE

2

Klappenerkrankungen

Mitralinsuffizienz, Aortenstenose, Prothesendysfunktion

3

LAA-Thrombus

Ausschluss vor Kardioversion oder Ablation

4

Aortendissektion

Entry/Reentry, Sensitivität vergleichbar CT

5

Notfall / Intensiv

Unklarer Schock, Perikardtamponade, Reanimation

6

Intraoperativ

Herzchirurgie, TAVI, MitraClip, ECMO-Führung

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KLINISCHE RICHTLINIEN

Kontraindikationen

Wann ist eine TEE NICHT möglich oder riskant?

Absolute Kontraindikationen

  • Ösophagusperforation oder -ruptur
  • Ösophagusstrikturen / Stenosen
  • Instabile Halswirbelsäule
  • Aktive obere GI-Blutung
  • Patient verweigert Untersuchung

Relative Kontraindikationen

  • Ösophagusvarizen (erhöhtes Blutungsrisiko)
  • Schluckstörungen (Dysphagie)
  • Gerinnungsstörung / Antikoagulation
  • Voroperation am Ösophagus
  • Unkooperativer Patient
⚠️ Nutzen-Risiko-Abwägung immer individuell!
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Sicherheitshinweise

Komplikationen & Sicherheit

0,2–1,4%
Komplikationsrate
<0,01%
Mortalität
15–30 min
Untersuchungsdauer

Häufige / leichte Komplikationen

Laryngospasmus
Übelkeit / Würgen
Zahnverletzungen
Ösophageale Schleimhautverletzung
Vasovagale Reaktion

Seltene / schwere Komplikationen

Ösophagusperforation (<0,01%)
Respiratorische Insuffizienz
Aspirationspneumonie
Arrhythmien
Blutungen bei Varizen
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Klinisches Beispiel

TEE bei Endokarditis

  • Goldstandard zur Diagnostik infektiöser Endokarditis
  • Sensitivität: TEE 90–100% vs. TTE 40–63% für Vegetationen
  • Erfasst: Vegetationen, Abszesse, Pseudoaneurysmen, Fisteln
  • Notwendig bei: V.a. Klappenprothesen-Endokarditis
  • Leitlinie: ESC 2023 empfiehlt TEE bei jedem V.a. IE
TEE Medical Illustration
Vegetation
Mitralklappe
Linker Ventrikel
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TEE in der Intensivmedizin & Notaufnahme

Fokussierte TEE (fTEE)

Schock-Diagnostik

Differenzierung von kardiogenem, obstruktivem, distributivem Schock
LV-Funktion, Volumenreagibilität, Tamponade

Reanimation (rTEE)

Reversible Ursachen erkennen (Tamponade, Pneumothorax, Lungenembolie)
Pulslose elektrische Aktivität

ECMO & Interventionen

ECMO-Kanülenpositionierung und -überwachung
TAVI, MitraClip, Schirmchenverschluss
DGK-Konsensus 2025: Mindestens 25–50 supervidierte TEE-Untersuchungen für Kompetenz im Notfall-Setting
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Klinisches Beispiel

Aortendissektion & TEE

  • Sensitivität vergleichbar mit CT-Angiographie
  • Typ A (Stanford): Entry meist in Aorta ascendens, sofortige OP-Indikation
  • Typ B: Aorta descendens, konservative/endovaskuläre Therapie
  • TEE zeigt: Entry/Re-entry, wahres/falsches Lumen, Perikarderguss
  • Vorteil: Bettseitig, kein Kontrastmittel, keine Strahlenbelastung
  • Nachteil: Blinder Fleck in Aorta ascendens (Luft-Trachea)
Aortic Dissections and TEE Illustration
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TEE INNOVATIONEN

Neue Entwicklungen & Ausblick

3D-TEE & Live-3D

Live-dreidimensionale Darstellung von Klappenmorphologie und -funktion. Unverzichtbar für TAVI, MitraClip-Planung

KI & Automatisierung

KI-gestützte Bildauswertung und Standardisierung (ESC-Leitlinien 2025). Automatische Schnitterkennung und Quantifizierung

Fokussierte TEE (fTEE)

Expansion in Notaufnahme und Intensivmedizin. DGK-Konsensus 2025 definiert Kompetenzstandards

Miniaturisierung

Kleinere Sonden für Pädiatrie und Langzeit-Monitoring. Optionaler Verbleib auf Intensivstation

Zukunft: TEE wird integraler Bestandteil der modernen Kardiologie und Intensivmedizin
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Kernaussagen

Zusammenfassung

Das Wichtigste auf einen Blick

© Kardiologie | Transoesophageale Echokardiographie | Medizinstudenten
1
TEE = invasive Echokardiographie über Speiseröhre mit höherer Auflösung als TTE
2
Indiziert bei: Endokarditis, Klappen, LAA-Thrombus, Aorta, Schock, intraoperativ
3
Absolute KI: Ösophagusstrikturen/-perforation, aktive GI-Blutung
4
Komplikationsrate niedrig (0,2–1,4%), Mortalität <0,01%
5
Standardschnitte: Mittlösophageal (ME) und Transgastral (TG)
6
Zukunft: 3D-TEE, KI, fTEE expandiert in Notaufnahme & ICU
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Transoesophageale Echokardiographie (TEE): Grundlagen

Medizinisches Tutorial zur TEE: Technik, Standardschnitte, Indikationen und klinische Anwendung für Medizinstudenten in Kardiologie und Anästhesie.

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Transoesophageale Echokardiographie (TEE)

Grundlagen, Technik und klinische Anwendung

Für Medizinstudenten | Kardiologie & Anästhesiologie

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Wintersemester 2024/25

Agenda

Übersicht

Information

Transoesophageale Echokardiographie (TEE)

Was ist TEE? – Grundprinzip

TEE vs. TTE – Vergleich

Anatomische Grundlagen

Vorbereitung & Technik

Standardschnitte

Indikationen

Kontraindikationen

Komplikationen & Sicherheit

Klinische Anwendungsbeispiele

Neue Entwicklungen & Ausblick

Grundprinzip

Was ist TEE?

Eine invasive Ultraschalluntersuchung des Herzens, bei der ein Schallkopf über Mund und Speiseröhre bis nahe ans Herz vorgeführt wird.

5–8 MHz Ultraschall

Minimalinvasiv

Hochauflösende Bilder

TEE vs. TTE – Vergleich

TTE – Transthorakal

TEE – Transoesophageal

Zugang

Thorax (Rippen, Lunge)

Speiseröhre (direkt)

Auflösung

Standard

Höher (5–8 MHz)

Invasivität

Nicht-invasiv

Minimal-invasiv

Sedierung

Nicht erforderlich

Erforderlich

Schallbarkeit

Limitiert bei Adipositas/Beatmung

Unabhängig von Körperbau

Indikation

Erste Wahl

Ergänzend / spezifisch

Besondere Strukturen

Eingeschränkt

LAA, Aorta, Klappenprothesen

Anatomie

Anatomische Grundlagen

Speiseröhre liegt direkt hinter dem linken Vorhof

Enge anatomische Nachbarschaft zu Herzstrukturen

Drei Sondenebenen: Ösophageal, Transgastral, Tief-transgastral

Standardpositionen: 25–45 cm (mittl.-ösophageal), 45–50 cm (transgastral)

Mund

Rachen

Speiseröhre

Herz

Linker Vorhof

Sonde

Vorbereitung & Technik

Schritt-für-Schritt Ablauf

1

Vorbereitung

Nüchternheit ≥ 4–6 h

Schriftliche Aufklärung

i.v. Zugang legen

EKG, SpO2, RR-Monitoring

2

Medikation

Lokale Rachenanästhesie (Lidocain-Spray)

Sedierung: Midazolam und/oder Propofol

O2-Gabe via Nasenbrille

3

Sondeneinführung

Linksseitenlage des Patienten

Mundschutz einsetzen

Sonde unter Sicht ~50 cm vorschieben

Transgastral: ~45–50 cm

4

Untersuchung & Nachsorge

Systematische Standardschnitte

Dauer: 15–30 Minuten

Nachsorge: 30–60 min Beobachtung

Sondendesinfektion nach SOP

⚠️ Kontraindikationen vor jeder Untersuchung ausschließen!

Standardschnitte der TEE

Mittlösophageal (ME)

4-Kammer-Blick

2-Kammer-Blick

90°

Langer Achsenschnitt LAX

120–130°

Bikavaler Blick

100°

Aortenklappenblick

30–60°

Transgastral (TG)

Kurze Achse (SAX)

Langer Achsenschnitt

90–120°

Indikationen

Wann wird eine TEE durchgeführt?

Endokarditis

Vegetationen, Abszesse, Fisteln; höhere Sensitivität als TTE

Klappenerkrankungen

Mitralinsuffizienz, Aortenstenose, Prothesendysfunktion

LAA-Thrombus

Ausschluss vor Kardioversion oder Ablation

Aortendissektion

Entry/Reentry, Sensitivität vergleichbar CT

Notfall / Intensiv

Unklarer Schock, Perikardtamponade, Reanimation

Intraoperativ

Herzchirurgie, TAVI, MitraClip, ECMO-Führung

KLINISCHE RICHTLINIEN

Kontraindikationen

Wann ist eine TEE NICHT möglich oder riskant?

Absolute Kontraindikationen

Relative Kontraindikationen

Ösophagusperforation oder -ruptur

Ösophagusstrikturen / Stenosen

Instabile Halswirbelsäule

Aktive obere GI-Blutung

Patient verweigert Untersuchung

Ösophagusvarizen (erhöhtes Blutungsrisiko)

Schluckstörungen (Dysphagie)

Gerinnungsstörung / Antikoagulation

Voroperation am Ösophagus

Unkooperativer Patient

Nutzen-Risiko-Abwägung immer individuell!

Komplikationen & Sicherheit

0,2–1,4%

Komplikationsrate

<0,01%

Mortalität

15–30 min

Untersuchungsdauer

Häufige / leichte Komplikationen

Laryngospasmus

Übelkeit / Würgen

Zahnverletzungen

Ösophageale Schleimhautverletzung

Vasovagale Reaktion

Seltene / schwere Komplikationen

Ösophagusperforation (<0,01%)

Respiratorische Insuffizienz

Aspirationspneumonie

Arrhythmien

Blutungen bei Varizen

Klinisches Beispiel

TEE bei Endokarditis

Goldstandard zur Diagnostik infektiöser Endokarditis

Sensitivität: TEE 90–100% vs. TTE 40–63% für Vegetationen

Erfasst: Vegetationen, Abszesse, Pseudoaneurysmen, Fisteln

Notwendig bei: V.a. Klappenprothesen-Endokarditis

ESC 2023 empfiehlt TEE bei jedem V.a. IE

Vegetation

Mitralklappe

Linker Ventrikel

TEE in der Intensivmedizin & Notaufnahme

Fokussierte TEE (fTEE)

Schock-Diagnostik

Differenzierung von kardiogenem, obstruktivem, distributivem Schock

LV-Funktion, Volumenreagibilität, Tamponade

Reanimation (rTEE)

Reversible Ursachen erkennen (Tamponade, Pneumothorax, Lungenembolie)

Pulslose elektrische Aktivität

ECMO & Interventionen

ECMO-Kanülenpositionierung und -überwachung

TAVI, MitraClip, Schirmchenverschluss

DGK-Konsensus 2025: Mindestens 25–50 supervidierte TEE-Untersuchungen für Kompetenz im Notfall-Setting

Klinisches Beispiel

Aortendissektion & TEE

Sensitivität vergleichbar mit CT-Angiographie

Typ A (Stanford): Entry meist in Aorta ascendens, sofortige OP-Indikation

Typ B: Aorta descendens, konservative/endovaskuläre Therapie

TEE zeigt: Entry/Re-entry, wahres/falsches Lumen, Perikarderguss

Vorteil: Bettseitig, kein Kontrastmittel, keine Strahlenbelastung

Nachteil: Blinder Fleck in Aorta ascendens (Luft-Trachea)

Neue Entwicklungen & Ausblick

TEE INNOVATIONEN

3D-TEE & Live-3D

Live-dreidimensionale Darstellung von Klappenmorphologie und -funktion. Unverzichtbar für TAVI, MitraClip-Planung

KI & Automatisierung

KI-gestützte Bildauswertung und Standardisierung (ESC-Leitlinien 2025). Automatische Schnitterkennung und Quantifizierung

Fokussierte TEE (fTEE)

Expansion in Notaufnahme und Intensivmedizin. DGK-Konsensus 2025 definiert Kompetenzstandards

Miniaturisierung

Kleinere Sonden für Pädiatrie und Langzeit-Monitoring. Optionaler Verbleib auf Intensivstation

Zukunft: TEE wird integraler Bestandteil der modernen Kardiologie und Intensivmedizin

Kernaussagen

Zusammenfassung

Das Wichtigste auf einen Blick

TEE = invasive Echokardiographie über Speiseröhre mit höherer Auflösung als TTE

Indiziert bei: Endokarditis, Klappen, LAA-Thrombus, Aorta, Schock, intraoperativ

Absolute KI: Ösophagusstrikturen/-perforation, aktive GI-Blutung

Komplikationsrate niedrig (0,2–1,4%), Mortalität <0,01%

Standardschnitte: Mittlösophageal (ME) und Transgastral (TG)

Zukunft: 3D-TEE, KI, fTEE expandiert in Notaufnahme & ICU

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  • tee
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